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Was ist der größte Euro-Fehler? (68/2012)

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Der € ist eine gute Sache für die €-Länder. Es gab aber einen schweren Politiker-Fehler. Die Staatsschuldengrenze wurde an 60 % des Brutto-Inlands-Produktes (BIP) gebunden. Wieviel % der Politiker und Wähler wissen, was BIP ist?

Politiker versprechen gern Wahlgeschenke auf Kredit. Regeln soll das die jetzige Opposition, wenn sie an der Regierung ist. Wir dummen deutschen Wähler haben unseren korrupten Politikern erlaubt, Ende 2011 58,7 % unserer reinen Geldersparnisse (3 558,8 Milliarden €) zu Staatsschulden zu machen: 2.088,5 Mrd. €.

2 Billionen € Staatsschulden kosten uns deutsche Steuerzahler bei einem Zins von 3 % jedes Jahr 60 Milliarden €. Die meisten Wähler können sich Milliarden € nicht vorstellen. Ich als Volkswirt übersetze sie deshalb so: Habe die Staatsschuld-Zinsen von Bund, Ländern, Kommunen und Sozialversicherungen von 2008 im Kopf: 68 Milliarden €. Ein Jahr vorher, 2007, kosteten uns alle Kindergelder für Mütter und Väter nur 33,7 Milliarden €.

Jeder kann im Kopf ausrechnen: Die deutschen Staatsschuldzinsen kosten jedes Jahr doppelt so viel als alle Kindergelder. Und da wundern wir uns, dass wir so wenige deutsche Kinder haben?

Noch problematischer ist aber: Die jährlichen Staatsschuldzinsen sind eine staatliche Subvention an die Verursacher von Millionen-Arbeitslosigkeit und -Armut. Denn wir Menschen können mit unserem Geld doch nur zwei Dinge tun, es ausgeben oder sparen. Wenn wir es ausgeben, werden daraus Löhne, Steuern, Gewinne und Investitionen; ein positiver Kreislauf.

Wenn wir Geld sparen, nötigen wir damit aber die Banker (manche sind Bankster), jemanden zu finden, der Schulden macht. Für die Banken sind die Staaten die liebsten Schuldner. Denn die können nur im Extremfall bankrott gehen.

Die Griechen haben den Jungkommunisten glücklicherweise nicht zum Regierungschef gewählt. Der hätte gern der griechischen Zentralbank befohlen, beliebig viele €-Banknoten zu drucken, damit er seine Wahlversprechen einlösen kann.

Wie kommen wir €-Europäer aus der Staatsschulden-Falle heraus? Wir müssen Medien und Politiker auffordern, die Staatsschulden-Grenze von 60 % des BIP auf 60 % der nationalen reinen Geldersparnisse (ohne Aktien) umzustellen. Deutschland hätte dann noch etwas Luft. Frau Merkel muss uns Deutschen endlich die Wahrheit sagen: Warum sind wir so dumm und sparen mit 11 % doppelt so viel, als Wirtschaft und private Haushalte bereit sind, sich zu verschulden?”

Als Geldstrafe müssen wir als Volk 3 Millionen Arbeitslose und 7 Millionen Hartz IV-Empfänger mitschleppen. Wir müssen als Volk aber nicht dumm bleiben. Fast alle kennen diesen Satz: “Geld regiert die Welt.” Und diesen Satz: “Beim Geld hört die Freundschaft auf.”

Wenn das griechische Volk gewusst hätte, dass ihre korrupten Politiker über 100 % ihrer reinen Geldersparnisse zu Staatsschulden gemacht haben. Was hätten sie mit denen gemacht? Sie hätten sie zum Teufel abgewählt. Unsere Frau Bundeskanzlerin Merkel, Frau Doktor der Atom-Physik, hat noch nicht den vollen Durchblick in Sachen Geld=Schulden.

Jeder Buchhalter weiß: Die Bilanz muss jeden Abend stimmen. Politiker belügen uns Wähler vom Morgen bis zum Abend. Sie haben nur ein Ziel: Sie wollen wiedergewählt werden. Für zu viele meiner SPD-Genossen gilt: Sie haben nur ein Ziel: Auf dem Rücken ihrer Genossen nach ganz oben zu kommen. Und wenn sie oben angekommen sind, machen sie Politik für sich selbst und ihre Freunde, die auch zu den oberen 1 % gehören.

In der Energie-Politik gilt derzeit noch: 1. Möglichst hohe Preise. 2. Dadurch möglichst hohe Umsätze. 3. Dadurch möglichst hohe Gewinne und dadurch 4. Möglichst hohe Managergehälter und Boni. Das ist das verständliche Ziel der Mafia, der oberen 1 %. Die wurden zu Kaisers Zeiten obere 10 000 genannt. Ich hoffe, Sie zählen sich mit mir zu den unteren 99 %. Wir Wähler sollten von allen Politikern eine Politik für die unteren 99 % fordern. Denn nur dann werden sie vernünftig und drehen für uns ihren Daumen.

Zurück zum €. Wenn die Einnahmen aus Erbschafts-, Vermögens-, Zins- und Transaktions-Steuern so hoch wären, dass damit die Staatsschuldzinsen bezahlt werden könnten, wäre die Staatsschulden das geringste Problem in Europa. Denn die Staatsschulden sind auf der anderen Seite der Bilanz doch Volksvermögen, das eines Tages vererbt wird.

Sie wissen: Wer ein Haus kauft, muss Grunderwerbsteuer bezahlen. Wer das Häuschen der Eltern erbt, muss 0,00 € Erbschaftssteuern bezahlen. Was ist das für eine Ungerechtigkeit !!! Warum stand das noch niemals in BILD ??? Weil: GELD REGIERT DIE WELT !!! !!! !!! Das muss aber nicht so bleiben. Denn: Demokratie bedeutet Volks-Herrschaft.


Jun 19, 15:36

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