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Ursache des Wirtschaftswunders von 1950 war die niedrige Sparquote (151/2014)

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Die Sparquote betrug 1950 wegen des Krieges von Adolf dem Schrecklichen nur 3,2 %. Logisch betrug die Geldausgabequote 96,8 %, weshalb 99 % der Unternehmer in Gewinnen schwammen.

An Schulen und Universitäten wird immer noch gelehrt: Die Freigabe der Preise durch Ludwig Erhard und die Marshall-Plan-Gelder seien die Ursache des Wirtschaftswunders. Das ist richtig, stimmt aber nur zu 10 %. Die 90 %-Ursache des Wirtschafts-Wunders nach dem 2. Weltkrieg war die sehr niedrige Sparquote in Höhe von 3,2 % bzw. die sehr hohe Geldausgabequote von 96,8 %.

Damals ging es noch um das Überleben. Wenn Lebensmittel, Miete und Kohlen bezahlt waren, war in den meisten Haushalten kurz vor Monatsende das Geld alle. Deshalb bekamen damals die Arbeiter jeden Sonnabend ihren Lohn. Ich habe das noch miterlebt. Die jungen Menschen von heute können sich das gar nicht mehr vorstellen.

Versuchen Sie mal, sich bei Wikipedia schlau zu lesen, siehe http://de.wikipedia.org/wiki/Wirtschaftswunder. Die Fachidioten kennen als Ursache nur Preisfreigabe und Marshallplan. Am Ende können Sie lesen, weshalb Helmut Kohl mit seinen blühenden Landschaften scheiterte.

Mein wichtigster Geld-Professor Dr. Claus Köhler (https://de.wikipedia.org/wiki/Claus_K%C3%B6) schrieb uns im SS 1968 an der TU Hannover die Spardaten der deutschen Privat-Haushalte von 1950-1967 mit Kreide an die Tafel. Sie stiegen im Trend linear. Am Ende der Vorlesung fragte er uns: “Wo führt das einmal hin?” Im Hinausgehen aus dem Hörsaal sagte er leise zu seinem Assistenten Lothar Hübl: “Ich verstehe nicht, dass meine Kollegen immer noch nicht gelernt haben, dass die privaten Haushalte nicht sparen müssen, damit die Unternehmen investieren können. Denn wenn die einen nicht sparen, sparen die anderen über die Gewinne. Das nennen wir Eigenfinanzierung.” Da musste ich sofort an diesen Satz meines Vaters denken: “Eine Krähe hackt der anderen kein Auge aus.”

Einmal sagte er uns: “Wenn meine Kommilitonen in den Vorlesungen waren, habe ich Tennis gespielt.” Er wollte uns damit sagen: Man kann auch durch das Lesen von Büchern schlauer werden. Danach kaufte ich sein Buch “Geld, Kredit, Liquidität” und las es durch. Ich konnte damals leider nur die beiden ersten Semester an der TU Hannover studieren. Danach ging ich wegen des Institutes für Weltwirtschaft zur Uni Kiel. Dort lernte ich seine Kollegen kennen. Bald danach wurde er vom DGB in den Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung geschoben. Er schrieb fünf Minderheiten-Gutachten. Danach wurde er Chef-Volkswirt im Direktorium der Deutschen Bundesbank. Fragen Sie sich bitte: Warum werden Nicht-Analphabeten immer noch wie z.Z. von Martin Luther in Vorlesungen gelockt.


Feb 10, 05:24

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