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Patentrezept gegen Millionen-Arbeitslosigkeit und -Armut (14/2010)

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Vier Ahlers-Sätze analog zum deutschen Schulsystem, verständlich geschrieben.

  1. Für Kindergartenkinder: “Das Geldausgeben des Einen ist die Arbeit des Anderen.”
  2. Für Grundschüler: “Die Gelder des Einen sind die Schulden des Anderen.”
  3. Für Realschüler: “Wir Europäer haben nicht zu wenig Geld, wie alle jammern, wir haben zu viel Geld = Schulden.”
  4. Für Gymnasiasten: “Regierungen können ihre Völker nur reicher machen, wenn sie diese auf intelligente Weise geldarm machen.”

Sie werden mir sicherlich zustimmen: Ein gesundes und normales Kindergartenkind versteht das nach einer Stunde. Die Kindergärtnerin fragt: “Wer hat Arbeit, wenn Ihr Erdbeereis esst?” Das erste Kind sagt: “Der Erdbeerbauer.” Das zweite Kind sagt: “Die Leute in der Waffelfabrik.” Das dritte Kind sagt: “Der Eisverkäufer.” Das vierte Kind sagt: “Die Leute in der Molkerei, denn das meiste im Eis ist Sahne.” Das fünfte Kind sagt: “Der Milchbauer.”

Das sechste Kind sagt: “Der LKW-Fahrer, der die Milch vom Bauern in die Molkerei fährt.” Das siebte Kind sagt: “Die Leute in der LKW-Fabrik.” Das achte Kind sagt: “Die Straßenbauarbeiter.” Das neunte Kind sagt: “Die Arbeiter in der Benzinfabrik.” Das zehnte Kind sagt: “Die Leute im Krankenhaus, wenn es einen Unfall gibt.” Das elfte Kind sagt: “Die Frau an der Kasse im Edeka-Markt. Dort gibt es auch Erdbeereis.” Das zwölfte Kind sagt: “Der Arzt. Wenn ich zuviel Erdbeereis esse, werde ich nämlich krank.”

Sie verstehen: Es ist kinderleicht, das Problem Arbeitslosigkeit und Armut zu lösen. Unsere Politiker müssen es nur wollen. Der zweite Satz für Grundschüler ist schon etwas schwerer zu verstehen. “Die Gelder des Einen sind die Schulden des Anderen.” Ich denke, alle Grundschulkinder haben ein Sparbuch, auch die von Hartz IV-Eltern. Die Lehrerin fragt: “Wie kommen die Zinsen auf eure Sparbücher?” Ein Mädchen antwortet: “Das macht die Frau in der Sparkasse beim Weltspartag.” Die Lehrerin fragt nach: “Und wie kommen die Zinsen zur Sparkasse?” Ein Junge sagt: “Meine Eltern haben ein Haus gekauft. Die müssen jeden Monat Zinsen zahlen.”

Ein Mädchen erwidert: “Frau Merkel muss auch jeden Monat Zinsen zahlen, weil wir Staatsschulden haben.” Die Lehrerin hakt nach: “Und woher bekommt Frau Merkel das Geld für die Zinsen?” Ein Junge antwortet: “Mein Vater ist Chef. Der muss jeden Monat viel Einkommensteuer ans Finanzamt überweisen.” Die Lehrerin sagt: “Die Eltern von Michael haben keine Arbeit und müssen von Hartz IV leben. Ist das gerecht?” Ein Mädchen sagt: “Wir haben im Kindergarten gelernt: Das Geld ausgeben des einen ist die Arbeit des Anderen.” Ein Junge fragt: “Sind wir wegen unserer paar €´s auf unseren Sparbüchern schuld, weil die Eltern von Michael keine Arbeit haben?”

Lehrerin: “Natürlich nicht. Da sind die Superreichen dran schuld. Wenn die sich jedes Jahr einen neuen Mercedes kaufen würden, hätten wir weniger Arbeitslose.” Ein Mädchen: “Sollten meine Eltern öfter mit mir zu den Kanaren fliegen, wenn ich Ferien habe?” Lehrerin: “Jein. Das ist nicht so gut für die Umwelt. Ihr könntet doch auch in einer Jugendherberge übernachten und jeden Tag wandern. Oder ins Schwimmbad gehen oder ins Museum. Dann bleibt das Geld in Deutschland.” Ein Mädchen: “Ich habe zu Weihnachten einen Laptop aus China bekommen. Was machen die Chinesen mit dem Geld meiner Eltern?” Lehrerin: “Die Chinesen kaufen damit wohl deutsche Maschinen. Dann haben viele Menschen in Deutschland Arbeit.” Es klingelt.

Hat es auch bei Ihnen geklingelt? Nun zum dritten Satz: “Wir Europäer haben nicht zu wenig Geld, wie fast alle jammern. Wir haben zu viel Geld = Schulden.” Realschüler sollten früher die elterliche Handwerksfirma übernehmen. Da mussten sie wissen, was Soll und Haben ist. Und: “Wenn eine Firma zu viele Schulden hat, geht sie den Bach runter.” Realschüler sollen ja etwas schlauer sein als Hauptschüler. Sie müssen also wissen: “Wenn wir zusammen als Volk zu viele Schulden haben, bekommen wir alle zusammen ökonomische Probleme.”

Lehrer fragt: “Was war zuerst da, Henne oder Ei.” Schüler im Chor: “Was für eine dumme Frage.” Lehrer: “Na gut, was ist zuerst da, Schulden oder Spargeld?” Schüler im Chor: “Natürlich die Spargelder. Erst dann können Sparkassen und Banken Kredite vergeben.” Lehrer: “Ist das dumm, dass wir als Volk zu viel Geld sparen und deshalb zu viele Arbeitslose und Hartz IV-Empfänger mitschleppen müssen?” Schüler im Chor: “Jaaaaaaaa!”

Nun zum vierten Satz: “Regierungen können ihre Völker nur reicher machen, wenn sie diese auf intelligente Weise geldarm machen.” Gymnasiasten sollten, wenn sie es könnten, studieren dürfen. Sie sollten also einigermaßen intelligent sein. Der vierte Satz ist paradox, also zunächst unverständlich bzw. widersprüchlich. Das was von mir geplante und gewollte Absicht. Gymnasiasten haben im Kindergarten den ersten und in der Grundschule den zweiten Ahlers-Satz gelernt.

Sie sollten nun lernen, wie die Soziale Marktwirtschaft funktioniert. Sie wissen: “Wer krank, arbeitslos, Rentner oder Pflegefall wird, fällt nicht in die absolute Armut. Der Sozialstaat sorgt sich um die Armen.” Nun müssen sie lernen, wie das prinzipiell funktioniert. Und erkennen: “Alles, was Steuer- und Sozialstaat unseren Eltern wegnimmt, können die nicht sparen. Denn alles, was die nicht sparen können, können die Banken auch nicht zu Schulden machen.” Die Schulden sind das Problem. Die Spargelder sind aber zuerst da. Das ist eindeutig. Bei Ei und Huhn ist das noch nicht geklärt.

Und zweitens: “Eltern, die viele Kinder haben, können auch nicht viel Geld sparen.”

Und drittens: “Großeltern, die viel Geld für ihre Enkelkinder sparen, tun nur angeblich was Gutes. Sie sorgen eher für die Arbeitslosigkeit ihrer Enkelkinder.” Die meisten Oma´s und Opa´s geben lieber mit warmen Händen als nach dem Tod über das Erbe.

Und viertens: Gymnasiasten sollten einsehen: “Unternehmer, die ihr Erbe in Arbeitsplätze investieren, haben das Bundesverdienstkreuz verdient.”

Und fünftens: Es sollte Steuerorden geben. Für eine Million € für den Staat versteuertes Geld. Den nächsten für 10 Millionen gezahlte Einkommensteuer, usw.

Sie sehen, wir können die Probleme Millionenarbeitslosigkeit und Armut lösen. Wenn wir einigermaßen vernünftig und intelligent sind und entsprechend wählen. Oder sind all die Milliarden €´s für Gratisschule und -universität aus dem Fenster heraus geschmissenes Geld?

Früher gab es alle paar Jahrzehnte Krieg. Dann wurde zerstört, damit wieder aufgebaut werden konnte. Gibt es eine größere Dummheit, ein Volk dadurch geldarm zu machen? Nein. Aber die zweitdümmste Methode ein Volk geldarm zu machen, ist diese: Möglichst viele sind arbeitslos, damit die oberen 50 % beliebig viel Geldsicherheit ansparen dürfen.


Aug 19, 13:49

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Kommentare

  1. Herr Hans-Jürgen Ahlers,
    für das Sparen-Schuldensyndrom gibt es seit ca. 1.600 Jahren eine perfekte Lösung: Zinsen sind abzuschaffen und zu verbieten; statt der Zinsen gibt es für den Verleiher eine Gewinnbeteiligung am Darlehenserfolg. Das Gleiche Verbot muss es geben für das Geldverdienen mit Geld was immer wieder zu Finanz – / Bankenkrisen weiter führen wird. 2005 lag der Tagesumsatz der Börsen bei 1.000.000.000.000,- (1e Billion)USD am Tag. Also auch der Heizwert dieses Papieres für diese faule Transaktionen ist ganz beträchlich… sorry ich meinte Derivate! Geld behält nur seinen Wert = Kaufkraft solange es durch eine Ware, Produkt, Dienstleistung gedeckt ist.

    Das korrespondiert mit einer erfolgreichen Abrüstung:
    Analog einer Glosse von Art Buchwald (+, Exkolumnist der Harald Tribune) zum Thema Bewaffnung des amerikanischen Bürgers. Jeder sollte 2 Colts und eine Winchester habe, jedoch keine Patronen, denn die sind das Problem.- Ergo alle Armeen behalten ihre Flugzeuge, Raketen, Bomben doch alle Offiziere einschliesslich der Generäle werden abgeschaft und niemand kann mehr einen Krieg führen. Besonders die Generäle sind das eigentliche Problem und nicht die Waffen.

    in Harmonie Wolf Henrichs

    Wolf.Henrichs@email.de

    — Wolf Henrichs · Jun 13, 18:39 · #

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