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30 Basisfehler im System Demokratie, Deutschland und Euro (69/2012)

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Ex-Kanzler Helmut Schmidt sprach in einem TV-Gespräch von zwei Dutzend Fehlern im System, die auch er nicht durchschaue. Frau Merkel wohl erst recht nicht. Habe nachdedacht und bin auf 30 Basis-Probleme gekommen, die das Haupt-Problem bewirken.

1. Basis-Problem: Politiker bekämpfen im Wahlkampf ihre Wähler. Sie müssten wissen: Wer kämpft, verkrampft und hat schon verloren. Bessere Arbeit wäre besser.

2. Basis-Problem: Oppositions-Politiker denken so: Wir wollen mir Geschenken auf Kredit die Wahlen gewinnen, denn wir wissen: Wir werden nicht ewig in der Regierung sein. Wenn wir wieder in der Opposition sind, vererben wir unsere Schulden an die übernächste Regierung.

3. Basis-Problem: Zu wenige Menschen wissen, was Geld ist. Auf der anderen Seite der Bilanz von Soll und Haben: Die Schulden !!! Zu viel Geld=Schulden ist das Problem.

4. Basis- und Euro-Problem: Zu wenige Menschen wissen, was BIP ist. Deshalb rissen zu viele Länder die 60 %-Grenze. Helmut Schmidt hätte als Volkswirt und ZEIT-Herausgeber wissen müssen: Die richtige Grenze sind 60 % der privaten nationalen reinen Geldersparnisse. Denn die Völker wissen: “Beim Geld hört die Freundschaft auf.” Deshalb landete Deutschland bei über 80 %, Italien bei über 120 % und Griechenland bei über 160 %.

5. Basis-Problem: U1nsere Mathelehrer versagen bei der Zinsrechnung. Deshalb weiß Sigmar Gabriel nicht, dass 2 Billionen € deutsche Staatsschulden bei einem Zins von 3 % 60 Milliarden € kosten. Und dass sie bei einem Zins von 1,5 % nur 30 Mrd. € kosten. Er hätte in der Schule tippen müssen: 1 000 € x 1,06 × 1,06 × 1,06 × 1,06 × 1,06 × 1,06 × 1,06 × 1,06 × 1,06 × 1,06 × 1,06 × 1,06 = 2 012,19 64 72 €. Er und seine Schüler hätten wissen müssen: Ein Zins von 6 % bedeutet nach 12 Jahren: Doppeltes Geld oder Schulden. Ein Zins von 3 % bedeutet nach 24 Jahren: Doppeltes Geld oder Schulden. Ein Zins von 1,5 % bedeutet nach 48 Jahren: Doppeltes Geld oder Schulden.

6. Basis-Problem: Zu viele Menschen und Politiker haben nicht gelernt: Ein Überziehungszins von 12 % bedeutet Verdopplung der Schulden in 6 Jahren.

7. Basis-Problem: 1/2 % Zins auf dem Sparbuch lohnt sich bei einer Inflation von 2 % nicht. Aber: Es lohnt sich aber, wenn man damit 12 % Überziehungszins vermeiden kann.

8. Basis-Problem: Geldkrieg der oberen 50 % gegen die unteren 50 %. Die Bundesbank veröffentlicht jeden Monat die Sparquote. Sie ist mit 11 % zu hoch. Folge: Über 2 Billionen € deutsche Staatsschulden. Steuerkosten bei einem Zins von 3 % pro Jahr: 60 Milliarden €. Nebenfolge: Die oberen 50 % müssen 3 Millionen Arbeitslose und 7 Millionen Hartz IV-Empfänger mitschleppen. Wie lange bleiben die noch so dumm? 6 % Sparquote wäre vernünftiger. Mehr als 500 000 Arbeitslose sollte es nicht geben. Denn Armut muss nicht sein.

9. Basis-Problem: 2 000 Ökonomie-Professoren an 66 deutschen Universitäten und 99 Fachhochschulen mit Wirtschaftsausbildung blicken in Sachen Sparquote nicht durch. Eine sehr niedrige Sparquote bedeutet sehr hohe Gewinne für über 3 Millionen Arbeitgeber. Es kommt auf die Gewinne an.

10. Basis-Problem: Die Ökonomie-Fachidioten glauben mehr an die Bedeutung der Lohnnebenkosten. Und deshalb zu viele Politiker. Ich frage Sie: “Was ist wichtiger, Sonne oder Mond?” Sie: “Die Sonne.” Ich zum Spaß: “Falsch, der Mond ist wichtiger. Denn am Tag ist es doch sowieso hell. Denn Gott schuf am ersten Tag das Licht und erst am 4. Tag Sonne, Mond und Sterne als Lampen am Himmel, damit wir Menschen Tag und Nacht unterscheiden können.” Wer das in Religion sagt, bekommt eine 2 und in Physik eine 6 und bleibt sitzen. Bitte: Vergleichen Sie die Gewinne mit der Sonne und die Lohnnebenkosten mit dem Mond. Leider leben zu viele in Berlin noch hinter dem Mond. In den anderen Ländern aber auch noch.

11. Basis-Problem: Zu wenige Menschen wissen: Was der Sozial-Staat uns mit Steuern und Sozialabgaben wegnimmt, können wir nicht sparen. Und was wir nicht sparen können, können die Bankdirektoren nicht zu Schulden machen.

12. Basis-Problem: Zu viele Menschen haben wegen der hohen Staats-Schulden Angst vor einer weiteren Währungsreform. Die ist aber nicht zu befürchten, denn es droht kein 3. Weltkrieg.

13. Basis-Problem: Wenn die Zeitungen schreiben würden: Wenn die Vermögenden mit Erbschafts-, Vermögens-, Zins- und Transaktions-Steuern die Staatsschuld-Zinsen bezahlen würden, wären die Staatsschulden das geringste Problem in Deutschland. Denn denen stehen doch Geldvermögen gegenüber, die irgendwann vererbt werden.

14. Basis-Problem: Das Bundesverfassungsgericht hat beim Urteil über die Aussetzung der Vermögenssteuer nicht durchgeblickt. Es hätte wissen müssen: Immobilien- und Aktien-Vermögen sind volkswirtschaftlich ungefährlich. Geld-Vermögen ist wegen der folgenden Schulden sehr gefährlich. Unterschiedliche Steuersätze sind also verfassungsgerecht.

15. Basis-Problem: Ökonomen, Journalisten, Politiker und Juristen haben den Artikel 12 Grundgesetz (GG) nicht im Kopf. “Alle Deutschen haben u.a. das Recht, ihren Arbeitsplatz frei zu wählen.” Das ist theoretisch nur möglich, wenn es wieder mehr offene Stellen als Arbeitslose gibt. Das war zuletzt 1973 der Fall; in meinem letzten VWL-Studienjahr. Im kalten Februar gab es 569 958 offene Stellen für nur 347 053 Arbeitslose. Weil es für durchschnittlich einen Arbeitslosen 1,6 offene Stellen gab, betrug die Arbeitslosenquote nur 1,6 %.

16. Basis-Problem: Die von uns Steuerzahlern finanzierten Ökonomieprofessoren haben vom GG Artikel 5 (3) nur den ersten Satz im Kopf: “Kunst und Wissenschaft, Forschung und Lehre sind frei.” Den legen sie als Narrenfreiheit aus. Sie sind eidbrüchig, weil sie den nächsten Satz nicht ernst nehmen: “Die Freiheit der Lehre entbindet nicht von der Treue zur Verfassung.”

17. Basis-Problem: Nicht nur der Bundespräsident leistet den Eid nach Artikel 56 GG. Alle Beamten und Politiker müssen auch einen Eid leisten. Die Journalisten wissen aber nichts vom Artikel 34 GG: “Verletzt jemand in Ausübung eines ihm anvertrauten öffentlichen Amtes die ihm einem Dritten gegenüber obliegende Amtspflicht, so trifft die Verantwortlichkeit grundsätzlich den Staat oder die Körperschaft, in deren Dienst er steht. Bei Vorsatz oder grober Fahrlässigkeit bleibt der Rückgriff vorbehalten. …”

18. Basis-Problem: Weil sich gut 2 000 beamtete Ökonomieprofessoren nicht für die wirkliche Ursache des Wirtschaftswunders nach dem 2. Weltkrieg interessieren, interessierte sich auch der Doktor der Geschichte, Bundeskanzler Helmut Kohl, nicht dafür. Er glaubte grob fahrlässig daran, es seien die Freigabe der Preise durch Ludwig Erhard und die Marshall-Plan-Gelder gewesen. Das stimmt aber nur zu 10 %. Die 90 %-Ursache war die Sparquote von 3,2 % im Jahr 1950. Weil die Geldausgabequote deshalb 96,8 % betrug, badeten fast alle Unternehmen in Gewinnen. Wie eine Netto-Investitionsquote von 17 % bei einer Sparquote von 3,2 % möglich war, interessiert die Ober-Fachidioten nicht. Denn Beamte können ja nicht arbeitslos werden.

19. Basis-Problem: Das Volk weiß: “Geld regiert die Welt.” Aber wie? Zu wenige Journalisten wissen: 2008 kosteten die deutschen Staatsschuld-Zinsen uns Steuerzahler 68 Milliarden €. 2007 bekamen Mütter und Väter in Form von Kindergeld aber nur die Hälfte: 33,7 Milliarden €.

20. Basis-Problem: Wenn Politiker und Journalisten nicht von einer Vermögensabgabe blödeln würden, sondern phantasieren würden: Wenn wir die Hälfte unseres gesparten Geldes dem Staat zinsfrei geben würden, hätten die 68 Mrd. € für die Staatsschuld-Zinsen von 2008 für Kindergärten, Schulen und Universitäten oder dreifaches Kindergeld ausgegeben werden können. Ein schöner Traum, der sofort platzt, denn dann wäre das Banksystem am nächsten Tag bankrott.

21. Basis-Problem: Die deutsche Wiedervereinigung kostete uns wegen der Denkfehler von Kohl, Waigel und Köhler schon über 2 000 Milliarden €. Sie hätten wissen müssen: Mit einer hohen Sparqote sind blühende Landschaften nicht möglich. Sie hätten wissen müssen: Die Deutsche Bundesbank hatte im Währungs-Unions-Jahr einen Jahresgewinn in Höhe von 20 Milliarden DM. Die DDR-Staatsbank hatte aber nur Banknoten in Höhe von 14 Milliarden DDR-Mark im Umlauf. Die DDR-Staatsbank hätte noch ein Jahr eine Unterabteilung der Bundesbank sein müssen. Kohl, Waigel und Köhler verwechselten grob fahrlässig das Bargeld der DDR-Bürger mit ihrem Spargeld (130 Milliarden DDR-Mark). Wir Wessis besaßen damals 130 Mrd. DM Bargeld und 2 000 Milliarden DM Spargeld auf den Konten. Warum wir im Westen für 10 DM 100 DDR-Mark kaufen konnten, lag am idiotischen DDR-Wirtschafts- und Steuer-System. Weil Mieten und Nahrungsmittel verbilligt wurden, mussten beliebte technische Güter wahnsinnig besteuert werden. Folge: Ein blühender Schwarzhandel und Absturz der sonst sehr guten DDR-Mark.

22. Basis-Problem: Im deutschen Sozialstaat darf niemand verdursten, verhungern oder erfrieren. Aber muss es deshalb soziale Hilfen in Großstädten geben, wo Menschen mit schlechtem Schulabschluss oder ohne Berufsausbildung keine Chance auf dem derzeitigen Arbeitsmarkt haben? Ist ein Umzug in Kleinstädte unzumutbar?

23. Basis-Problem: Studenten (Nichtanalphabeten) werden immer noch in Vorlesungen gelockt, obwohl sie alle einen Klapprechner mit Internetanschluss haben. Alle von uns Steuerzahlern finanzierten Professoren müssen eine Website haben, auf der ihr gesamtes Lehrwissen steht, einschließlich aller Prüfungsfragen und der richtigen Antworten darauf. Dann könnten alle in Deutschland sehr preiswert von zu Hause aus studieren und in einer Fern-Uni (z.B. in einer ehemaligen Kaserne) ihre Prüfungen ablegen.

24. Basis-Problem: Wozu benötigen wir eine Bundeswehr mit 180 000 Soldaten und zigtausenden Zivilangestellten, obwohl wir nur noch von Freunden umgeben sind. Und die UNO nur ca. 8 000 von ihnen im Ausland benötigt. Knapp 40 000 würden vollkommen ausreichen. 8 000 im Urlaub und 8 000 in Ausbildung.

Zwei Dutzend sind voll.

25. Basis-Problem: Den Menschen wird mit den Staatsschulden Angst gemacht, weil das angeblich eine Belastung zukünftiger Generationen ist. Was für ein Blödsinn. Denn schon Kinder wissen: Zinsen müssen viermal im Jahr bezahlt werden.

26. Basis-Problem: Deutschland sollte den Mut haben, neben dem ESM eine neue Deutsche Staatsbank zu gründen. Die sich Geld für 1 bis 1,5 % Zins zu AAA-Konditionen leiht und es für nur 3 % z.B. an Griechenland weiterverleiht. Unter der Bedingung, dass die Griechen auch Grunderwerbs-, Grund-, Erbschafts-, Vermögens-, Zins- und Transaktions-Steuern bezahlen müssen, wenn sie vermögend sind. Damit der griechische Staat pünktlich Zinsen an Deutschland zahlen kann. €-Bonds und gemeinsame €-Schulden wären eine große Dummheit in Europa.

27. Basis-Problem: In Relation der Staats-Schulden zu den privaten nationalen Geldersparnissen lag Deutschland Ende 2011 bei 58,54 %. Gut 40 % Rest reichten für Unternehmen und private Haushalte vollkommen aus. Deshalb AAA für Deutschland. Griechenland landete mit Hilfe europäischer Banken bei unvorstellbaren 120 %. Und das €-Europa schaute einfach zu, bis das griechische Kind im Brunnen lag. Zu viele dumme Politiker wissen nicht, wie viele zig-Milliarden € uns in Deutschland der Austritt von Griechenland aus der €-Zone kosten würde.

28. Basis-Problem: Politiker und Journalisten ignorieren immer noch die Energie der Zukunft, auch genannt Freie-, Raum-, Neutrino-, Magnet-, Äther-, Kalte-Fusions-, Nullpunkt-, Schwerkraftfeld-, Tesla-, Schwarze-, usw.-Energie. Theologen würden sie wohl göttliche Schöpfungs-Energie-Strahlen nennen.

29. Basis-Problem: 2 000 Ökonomie-Professoren müssen sich nicht auf ihr gemeinsames Basis-Wissen einigen. Wie lange dürfen sie noch Fachidioten ausbilden?

30. Basis-Problem: Unsere Erde produziert mit den eingefangenen Neutrinos pro Millisekunde 32 Kubikmeter neues Erdvolumen, weshalb der Erdumfang pro Jahr um 1,8 cm größer wird. In den letzten 2 Milliarden Jahren hat sie damit ihren Durchmesser verdoppelt, damit das Volumen verachtfacht und damit alle Ozeane geschaffen. Nur Narren können die Erdexpansion noch leugnen. Unser Haupt-Menschheits-Problem ist: Wir nutzen die Neutrinos noch nicht technologisch. Wenn unsere PKW mit Magnetmotoren (bitte googeln) angetrieben werden, produzieren sie uns in der Garage den Hausstrom für 0,00 €-Cent. Die Energie-Konzerne haben natürlich etwas gegen diese extrem preiswerte Energie. BP will z.B. weiterhin einen Jahresgewinn von 40 Mrd. $ haben. Und unser Schäuble weiterhin 40 Mrd. € Energie-Steuern. Er sollte einmal darüber nachdenken, dass jede Fliege die Neutrinos mit ihren Körperzellen wie wir Menschen auch nutzt. Sie fliegt ohne Abitur und Flugschein. Wie macht die das? Noch ist die gesamte Menschheit dümmer als jede Fliege. Ich hoffe, 2013 mit Hilfe der Medien nicht mehr.


Aug 12, 07:10

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