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Schwimmen ist ganz einfach: Man muss nur bis drei zählen können und das Wichtigste ist die Pause. (203/2015)

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Das schockierte mich: Weniger als die Hälfte der Jugendlichen in Deutschland können ordentlich schwimmen. Das muss anders werden.

Das las ich in einem HAZ-Artikel auf der Seite 3. Ich bot deshalb der Redaktion mit einem eMail meine Hilfe an; siehe: Liebe HAZ-Redakteure, hier ein Geschenk für den Madsack-Konzern:

Schrecklich, dass so viele Jugendliche nicht schwimmen können. Als ich nach meinem VWL-Studium Internats-Pädagoge war, haben alle meine Spätaussiedler-Jungen in wenigen Wochen das Brust-Schwimmen gelernt; nach der Ahlers-Methode: Schwimmen ist ganz einfach, man muss nur bis drei zählen können. Und: Das Wichtigste beim Schwimmen ist die Pause. Lehrer können das im Unterricht im Gänsemarsch üben.
1 ist der Arm-Motor, Arme von vorne nach hinten ziehen, dabei tief einatmen.
2 ist die erste Arm-Pause, Hände vor die Brust, Kopf unter Wasser, dabei ausatmen.
3 ist die zweite Arm-Pause, Hände nach vorne, dabei voll ausatmen.
Große Arm-Pause für das Gleiten, Schwung ausnutzen. Und dann immer weiter 1,2,3, Pause, 1,2,3, Pause und das mindestens 5 Minuten lang. Eltern können das mit ihren Kindern auch im Wohnzimmer rund um den Tisch üben. Mit den Beinen gehen, mit den Armen den Arm-Zug üben und dabei das Ein- und Ausatmen trainieren. In allen Hallen- und Frei-Bädern gibt es ein Nichtschwimmer-Becken. Da können Kinder mit den Beinen hüpfen und mit den Armen ziehen. Ihnen wird das Spaß machen, wenn sie merken: Ich komme damit gut vorwärts. Wenn sie das 15 Minuten geschafft haben, sollten sie von ihren Eltern eine Schwimmbrille als Geschenk bekommen. Denn damit macht das Schwimmen noch mehr Spaß; erst recht beim Tauchen.

Erst wenn Kinder den Armschlag im Kopf haben, sollten sie den Beinschlag am Beckenrand üben. Mit den Händen festhalten und abstützen. Noch besser: Zu zweit. Einer zieht mit den Armen, der andere hält sich am Hals fest und drückt mit den Beinen. Vorher sollten Kinder den Beinschlag auf dem Stuhl im Wohnzimmer geübt haben. 1 ist die erste Bein-Pause. Dabei gehen die Knie auseinander. 2 ist die zweite Bein-Pause: Beine weit auseinander. 3 ist der Motor: Beine kräftig zusammen. Vorher ist die große Arm-Pause. Große Bein-Pause zusammen mit der großen Arm-Pause. Das gibt Schwung und bremst nicht.

Die Arm-Bein-Koordination ist nicht einfach. Kinder sollten das mit dem Tauchen üben. Dabei zählen: Wie viele Armzüge schaffe ich unter Wasser? Wenn die Luft ganz aus der Lunge ist, Kopf aus dem Wasser und schnell tief einatmen. Wenn Kinder das mehrmals geübt haben, verlieren sie sehr schnell die Angst vor dem Wasser. Das Ein- und Ausatmen können sie auch jeden Tag in der Küchenschüssel auf der Terrasse und jede Woche in der Badewanne üben. Unter Wasser Luft blubbern macht nämlich Spaß. Dann kommt das Seepferdchen. Da sollten die Eltern mitzählen. Je weniger Armzüge ihr Kind für die Strecke benötigt, desto größer sollte das Lob der Eltern sein. Kinder sagen sich dann: Ich kann ja so ruhig schwimmen wie ein Fisch. 1 mit den Armen ziehen, 1 die Beine auseinander, dann 2 und 3 und dann die große Pause und dabei gleiten.

Zum Seepferdchen gehört auch der Sprung ins Wasser. Als meine Frau vor 60 Jahren nach den 15 Minuten vom 1 Meter-Brett ins Wasser springen sollte, hatte sie Angst, unter Wasser zu gehen. Ihre Lehrerin half ihr mit einem Schubs. Unter Wasser wusste sie blind nicht, wo oben und unten ist, weshalb sie gerettet werden musste. Deshalb habe ich der Schwimmschule Lehne im Freibad Westercelle drei Schwimmbrillen zum Ausleihen geschenkt. Mit der Schwimmbrille können Kinder und wir Erwachsenen unter Wasser nämlich besser sehen.

Früher kam nach dem Seepferdchen das Freischwimmer-Abzeichen: 15 Minuten im tiefen Wasser immer im Kreis schwimmen. Danach sollten Kinder für den Sommer eine Freibad-Saison-Karte als Belohnung bekommen. Bei uns in Westercelle können Eltern beim Freibad-Förderverein für wenig Geld eine Familien-Saison-Karte kaufen. Wenn die Eltern Mitglied sind, kostet das noch weniger Geld. Alle Familien-Mitglieder bekommen ihre eigene Plastik-Saisonkarte. Ich werbe damit: Wenn Mama und Papa das 20.mal geschwommen sind, ist das 21. Schwimmen für sie umsonst. Und die Kinder schwimmen vom ersten Tag an gratis. Sie brauchen Mutti nie mehr um das Eintrittsgeld anbetteln. Sie halten ihre Karte hoch und sagen nur: Ich gehe schwimmen.

MfG, Ihr Hans-Jürgen Ahlers aus Celle bei Hannover

PS: Als vor über 10 Jahren der OB von Neu-Celle unser schönes Bad schließen wollte, weil er kein Geld für Reparatur, Kassen-Personal, Aufsicht und Wasser-Reinigung hatte, waren fast alle in Westercelle sehr erbost. Denn unser “Dorf” konnte sich nach dem Krieg das schönste Bad von Celle leisten. Aber ganz schnell waren wir ca. 500 Mitglieder. Wer die Saisonkarte schon im Februar bestellt, bekommt sie noch billiger. Von Montags bis Freitags kommen ab sechs Uhr die Frühschwimmer vor der Arbeit. Dann ist am Vormittag die Kasse nicht besetzt. Nur die Männer-Tür ist offen. Die Aufsicht kennt unsere Gesichter. Wenn am Nachmittag die Sonne scheint, sind ehrenamtliche Senioren in der Kasse und lassen sich die Karten zeigen. Nur ganz wenige Besucher müssen Eintritt bezahlen. Durch die vielen Saison-Karten war immer genug Geld in der Vereins-Kasse; für die Bad-Reinigung nach dem Winter, für Personal und Wasser-Reinigung. Sogar für eine neue Solaranlage auf dem Dach. Wenn die Luft im Frühling 10 Grad kalt ist, wird das Wasser auf über 22 Grad erwärmt. Früher war ich im Sommer nur ein- zweimal im Bad, wenn es mir im Garten zu warm war.

Seit meiner ersten Saisonkarte schwamm ich jeden Tag einen Kilometer Freistil, früher sagten wir kraulen. Mein Schwimm-Stil wurde immer eleganter. Irgendwann bekam ich das Totenkopf-Abzeichen für eine Stunde schwimmen. Davon habe ich als Schüler nur geträumt. Nach wenigen Monaten war ich vor gut 10 Jahren meinem damaligen CDU-OB dankbar. Denn ohne seine Drohung hätten wir unseren tollen Verein nicht. Heute abend ist das große Jahres-Fest; wir sind ausverkauft. Wenn ich meinen jetzigen SPD-OB mit seiner Frau in unserem Westerceller Freibad sehe, freuen wir uns beide. Vor über 30 Jahren waren wir noch eine selbständige Gemeinde. Neu-Celle durfte damals viele Umland-Gemeinden einkassieren. Celle wurde größer und bekam mehr Steuern vom Land.

Dass Neu-Celle-Schilda dadurch über 300 Jahre älter wurde, haben die Ratsherren nicht kapiert. Ich hätte als Sammler so gerne eine Briefmarke “1 000 Jahre Celle” gehabt. Frage Celler Bürger gern: “Warum heißt Westercelle Westercelle, obwohl es im Süden von Celle liegt?” Die meisten Celler wissen das nicht. Mein Kommentar dann: “Westercelle heißt so, weil es im Westen von Altencelle liegt.” Wir Westerceller waren vor langer Zeit einmal das zweite Celle.


Jul 17, 17:51

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