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Warum besitzen die unteren 50 % nur 1 % des Vermögens? (105/2013)

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Der Armuts- und Reichtums-Bericht 2013 der Bundesregierung legt schonungslos offen, wie ungerecht das Vermögen in Deutschland verteilt ist. Mit keinem Wort erwähnt er, warum das so ist.

CDU/CSU und FDP sind der Meinung: Deutschland ging es noch nie so gut. Ist doch klar: Den oberen 50 % ging es noch nie so gut. Denn sie dürfen die unteren 50 % mit Hilfe ihrer Banken, Fabriken, Computer und Roboter ausbeuten. Auch SPD, Grüne, Linke und Piraten sind daran mitschuldig. Denn deren Abgeordnete werden auch wie Beamte bezahlt. Und die können nicht arbeitslos und arm werden. Die alten Parteien dürfen sich nicht wundern, wenn die 99 %-Bewegung ihnen bei zukünftigen Wahlen Stimmen wegnehmen, wenn sie nicht endlich ehrlich und vernünftig werden. Denn das Volk wird sich nicht für immer von den alten Medien verdummen lassen. Die unteren 50 % werden irgendwann rufen: “Wir sind auch das Volk.”

Klar, dass die oberen zehn Prozent 50 % des Vermögens besitzen. Denn die besitzen ja Banken und Arbeitsplätze und wohnen nicht zur Miete. Unser Hauptproblem: Unsere korrupten Parteien hatten Ende 2011 58,54 % unserer Geld-Ersparnisse (ohne Aktien) zu Staats-Schulden gemacht. Das waren 2 088,5 Milliarden € von 3 567,6 Milliarden €. Das können sogar schon Schulkinder ausrechnen: Bei einem Zins von 3 % kosten uns Steuerzahler 2 Billionen € Staatsschulden jedes 60 Milliarden € Zinsen. Wegen der Niedrig-Zins-Politik der Europäischen Zentral-Bank (EZB, die tut etwas für die unteren 50 %.) kosten uns die Staatsschuld-Zinsen demnächst jedes Jahr nur noch die Hälfte: 30 Milliarden €. Siehe dazu: http://ahlers-celle.de/Gerechtigkeit/was-ist-der-groesste-fehler-68.

Vielleicht kommen SPD, Grüne, Linke und Piraten endlich auf diese Idee: Wenn die Vermögenden mit Erbschafts-, Vermögens-, Zins- und Finanztransaktions-Steuern die Staatsschuld-Zinsen bezahlen, sind die Staats-Schulden das geringste Problem in Deutschland. Das gilt natürlich auch für Griechenland, Italien, Spanien und Portugal. Hauptproblem des € ist: Die Grenze der Staatsschulden wurde an 60 % des Brutto-Inlands-Produktes (BIP) gebunden. Noch nicht einmal Kanzler Schröder wusste, was das ist. Deshalb landete Deutschland bei über 80 %, Frankreich bei über 90 %, Italien bei über 130 % und Griechenland bei über 170 %. Die 170 % von Griechenland bedeuten in Relation zu den Geld-Ersparnissen aller Griechen ca. 120 %. Was eigentlich nicht möglich ist, ermöglichten zins- und boni-gierige europäische Bankster (Kombination aus Banker und Gangster). Wir Deutschen können Merkel/Steinbrück nur dankbar sein, weil wir wegen 2. Großen Koalition und neuer Schuldenbremse im GG in dem Vergleich vor 60 % gelandet sind. Aber, auch das griechische Volk weiß: “Beim Geld hört die Freundschaft auf.” Warum sind beim € alle Sicherungen durchgebrannt? Lesen Sie dazu auch diesen Artikel: http://ahlers-celle.de/Oekonomie/wie-kann-peer-steinbrueck-die-bundestagswahl-doch-noch-gewinnen-86.

Die Opposition denkt in Europa leider immer noch so: Wir wollen die Wahlen mit Geschenken auf Kredit gewinnen. Denn wir wissen genau: Wir werden nicht ewig in der Regierung bleiben. Wenn wir wieder Opposition werden, vererben wir unsere Schulden an die übernächste Regierung. Aber die neue deutsche Schulden-Bremse kommt bis 2020 unerbittlich. Dann kann es auch keine Lohnerhöhungen der Staatsdiener mehr auf Kredit geben. Gewerkschaftsführer sind auch unkündbar wie Beamte. Die müssen sich dann neue Wege ausdenken, wie es den unteren 50 % in Zukunft besser gehen kann.

Alle Oberen, einschließlich der Richter des Bundes-Verfassungs-Gerichtes sollten den ersten Satz des ersten Kapitels von Artikel 12 Grundgesetz (GG) auswendig lernen: “Alle Deutschen haben das Recht, Beruf, Arbeitsplatz und Ausbildungsstätte frei zu wählen. Was bedeutet freie Wahl des Arbeitsplatzes? Doch wohl: Es muss mehr offene Arbeitsstellen als Arbeitslose geben. Wann wurde der Artikel 12 GG zuletzt eingehalten? Das war im Jahr 1973, also vor 40 Jahren. In meinem letzten VWL-Semester an der Uni Kiel gab es im kalten Februar 569 958 offene Arbeitsstellen (Ihr korrupten Medienleute: Jobs gibt es im GG nicht!) für nur 347 053 Arbeitslose (Zahlen der BA aus dem Monatsbericht 1997). Weil es damals in der alten BRD für einen Arbeitslosen 1,6 offene Stellen gab, betrug die Arbeitslosenquote nur 1,6 %. Arme Arbeiter gab es damals deshalb nicht. Lesen Sie bitte einmal diesen Artikel über die unterschiedlichen Chancen auf dem Arbeitsmarkt in den 16 deutschen Bundesländern: http://ahlers-celle.de/Oekonomie/chance-auf-arbeit-in-den-16-bundeslaendern-im-september-2011-53.

Warum tobt in Deutschland seit 40 Jahren ein Geldkrieg der oberen 50 % gegen die unteren 50 %? Lesen Sie dazu bitte diesen Artikel: http://ahlers-celle.de/Oekonomie/geld-regiert-die-welt-aber-wie-33. Sie wissen doch: Alle wollen Ihr Bestes, Ihr Geld. Wir Menschen lieben das Geld. Wissen unsere Politiker überhaupt, was Geld ist? Natürlich wissen sie wie wir fast alle, was man damit machen kann. Aber was ist es? Die Schulden des Anderen. Kaufleute wissen, was Soll und Haben ist. Ihre Buchhalter müssen solange suchen, bis die tägliche Bilanz auf den Cent übereinstimmt.

Weiß Kanzlerin Merkel, dass es in Deutschland Ende 2011 3,5676 Billionen € Schulden geben musste, weil wir alle zusammen 3,5676 Billionen € Geld auf die Hohe Kante gepackt haben? Wann wird sie den oberen 50 % sagen?: “Spart statt 11 % nur noch 6 %. Dann müsst Ihr in wenigen Jahren nicht mehr 3 Millionen Arbeitslose und 6 Millionen Hartz IV-Empfänger mitschleppen.” Denn das Sozial-Staats-Prinzip des GG gilt bis in alle Ewigkeit. Klar: Wir Menschen lieben das Geld. Die Schulden sollen die Anderen haben. Das ist wie vor Gericht. Die Schuldigen bekommen einen Pflichtverteidiger und sagen: “Ich bin unschuldig.” Die Pflichtverteidiger der Politiker sind die alten Medien. Wird einer Chefredakteur bei ARD oder ZDF, wenn er kein Freund einer Partei ist? Deshalb dürfen die ungestraft das Volk verdummen. Wie in der DDR.

Und die 2 000 beamteten unkündbaren Ökonomie-Professoren an 66 deutschen Universitäten und 99 Fachhochschulen mit Wirtschafts-Ausbildung dürfen ihre Studenten zu Fachidioten machen. Dabei kann man Wirtschaft so einfach erklären: Es gibt 3,3 Millionen Arbeitgeber mit einem und mehr Mitarbeitern. Die Durchschnittsfirma hat 10 Leute, aber nicht das Lohngeld für den 11. in der Kasse. Deshalb sind schon einmal 3,3 Millionen Menschen arbeitslos, weil zu wenig Geld ausgegeben und zu viel gespart wird. Das versteht jedes Kind der 8. Klasse. Man kann das aber auch so kompliziert erklären, dass Studenten im Examen nur noch Bahnhof verstehen. Die rappeln etwas runter, was sie auswendig gelernt haben. Früher wurde alles auf Lateinisch verheimlicht. Das hat das Volk auch nicht verstanden, was Absicht war. Nun ein Schlenker zur Theologie: http://ahlers-celle.de/Religionsreform/was-reformiert-werden-muss-98.

Bald sollen alle Studenten in Deutschland gratis studieren können. Sie müssen dann nur noch Miete, Essen und Trinken bezahlen. Die sind doch eigentlich intelligent, haben doch Abitur=Hochschulreife. Sie haben alle einen Klapprechner mit Internet-Anschluss. Und sie wissen auch: Darin kann man fast alles gratis lesen bzw. studieren. Aber warum fordern sie von ihren gewählten Politikern nicht dieses: Alle von uns Steuerzahlern finanzierte Professoren müssen eine Website haben, auf der ihr gesamtes Wissen steht, einschließlich aller Prüfungsfragen und der richtigen Antworten darauf. Dann könnten nämlich alle sehr preiswert von zu Hause aus studieren. Sie müssten nur zu Prüfungen in eine preiswerte Fern-Uni fahren. Die Kinder der Reichen mit dem Porsche.

Da es sehr viele leerstehende Kasernen gibt, könnten dort sehr schnell kostengünstige neue Fern-Universitäten entstehen. Da ist alles vorhanden: Betten, Schränke, Tische, Stühle, Prüfungsräume, große Küchen, Parkplätze und Professoren-Häuser. Wenn deren Studenten eine gerechte Prüfungs- und Übernachtungs-Gebühr bezahlen müssen, könnten diese Universitäten mit Gewinn an der Vernunft des Volkes arbeiten. Es wird sicherlich auch genug vermögende Menschen geben, die einen Teil der Professoren-Gehälter bezahlen. Ein Freund von mir kennt Milliardäre, die gern spenden würden. Wann gibt es endlich den Studentenaufstand gegen die Staats-Dummheit, Nicht-Analphabeten in Vorlesungen zu locken. Als Martin Luther vor fast 500 Jahren lehrte, war das noch sinnvoll. Denn seine wichtigsten Studenten, die Fürstensöhne konnten besser reiten und fechten als lesen und schreiben. Für das Schreiben waren nämlich die Mönche zuständig.

Wie kann eine Zeitreise nach 1973, also in die gute Zukunft gelingen? In der es gerechter zugeht. In der jeder Arbeitslose nach 14 Tagen wieder gut bezahlte Arbeit hat. In der es keine Armut gibt. Derzeit verdummen die alten Medien das Volk noch mit dem Streit der Politiker um den Mindestlohn. Denn wenn es mehr offene Stellen als Arbeitslose gibt, ist der absolut unsinnig. Zurück zur Frage: Warum beitzen die unteren 50 % nur 1 % des Vermögens? Weil sie keine Chance haben, Wohnungseigentum zu erwerben. Welche Bank gibt einem Arbeiter oder Angestellten denn einen Baukredit, wenn der arbeitslos werden kann? Ja es gibt doch welche! Die spekulieren darauf, dass er arbeitslos wird und sein Haus versteigert wird. Dann kann die Bank das Haus sehr billig kaufen. Nur mit solchen kriminellen Methoden konnte die Deutsche Bank eine Rendite von 25 % anstreben.

Unsere Ober-Politiker werden Gott sei Dank endlich etwas vernünftiger. Attac, die französische Gesellschaft zur Einführung der Finanz-Transaktions-Steuer hat sich durchgesetzt. Im €-Raum wird sie eingeführt. Als Porsche um VW wetten durfte, betrug die Wettsteuer 0,00 %. Wenn die unteren 50 % beim Lotto um ihre Zahlen wetten, müssen sie eine Abgabe von 50 % bezahlen. Dann können sie den Millionen-Gewinn steuerfrei genießen. Wenn eine Million Menschen jede Woche auf den Millionen-Gewinn hoffen. Und jede Woche gewinnt nur einer eine Million €. Teilen Sie bitte einmal 1 Million durch 52 Wochen durch 70 Jahre. Dann wissen Sie, wie oft die sterben müssen und erneut wiedergeboren und 70 Jahre lang jede Woche Lotto spielen müssen, wenn sie Pechvögel sind. 1 000 000 / 52 = 19 230,76 92 / 70 = 274,72 52. 275 Jahre vom Pech bis zum Glück, das ist eine lange Reise durch das Universum.

Kaufen Sie Ihrem Enkelkind lieber zur Geburt eine Aktie und hängen Sie dieses Papier im Rahmen über dessen Bett. Dann kann es in Kindheit und Jugend das auf und ab der Aktien-Preise erleben. Dann lernt es: Aktien muss man kaufen, wenn sie billig sind. Und sie verkaufen, wenn sie teuer sind. Dann kann man sich nämlich das eigene Haus zum halben Preis kaufen. Das deutsche Volk muss doch nicht ewig dumm bleiben. Siehe dazu noch: http://ahlers-celle.de/Gerechtigkeit/30-basisfehler-im-system-demokratie-deutschland-und-euro-69.


Mär 8, 07:10

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